Warum der Name Pro-Test?

Die Pro-Test-Bewegung wurde im Januar 2006 von Laurie Pycroft – einem 16-jährigen Jungen aus Swindon in Großbritannien – gegründet. Pycroft wollte nicht länger hinnehmen, dass radikale Tierversuchsgegener die öffentliche Meinung zum Thema Tierversuche dominieren. Im Juli 2004 musste in Oxford der Bau eines biomedizinischen Forschungsgebäudes für über ein Jahr gestoppt werden, nachdem Aktivisten die Baufirma mit einer Einschüchterungskampagne gegenüber deren Mitarbeitern zum Ausstieg aus dem Projekt zwangen. Als der Bau im November 2005 wieder aufgenommen wurde, starteten die Aktivisten ihre Kampagne von Neuem, unterstützt von extremistischen Gruppen wie der ALF, die ankündigte Studenten ins Visier zu nehmen.

Wir kontaktierten Laurie Pycroft, nachdem ProTest Deutschland am Abend des 4. Juni 2015 erstmalig an die Öffentlichkeit getreten war. Hier ist seine Stellungnahme (englisches Original unter der deutschen Übersetzung):

„Ich bin hocherfreut, Pro-Test Deutschland meine Unterstützung anzubieten, der neuesten Gruppe in einem globalen Netzwerk von Tierforschungsunterstützern. Als der Gründer von Pro-Test in Oxford, Großbritannien, ist es wundervoll, so viele engagierte Wissenschaftler zu sehen, die sich Bedrohung und Einschüchterung entgegenstellen, und die Wichtigkeit ihrer Arbeit erklären.

Als Student der Neurowissenschaften war ich bestürzt zu hören, dass Prof. Logothetis gezwungen ist, seine grundlegend bedeutsame Arbeit mit Primaten aufzugeben. Schikanierung und Fehlinformation sind unakzeptierbare Mittel der Auseinandersetzung und werden dennoch allzu häufig von Tierrechtsaktivisten benutzt, welche regelmäßig die Debatte monopolisieren, indem sie jedwede Opposition durch Angst vertreiben. Diese abscheuliche Behandlung kann ein einzelner Wissenschaftler nur bis zu einem gewissen Maße ertragen, aber Pro-Test Deutschland wird eine Plattform schaffen, durch die Forscher zusammenstehen und frei sprechen können, ohne Angst zu haben, ins Visier genommen zu werden. Ich habe vollstes Vertrauen, dass Pro-Test DE in diesem Unterfangen erfolgreich sein wird, und dass die Debatte über Tierversuche in Deutschland in Zukunft viel weniger einseitig sein wird.“

“I am delighted to offer my support to Pro-Test Deutschland, the latest group in a global network of animal research supporters. As the founder of Pro-Test in Oxford, UK, it is wonderful to see so many dedicated scientists standing up to threats and intimidation, and explaining the importance of the work they perform.
Being a student of neuroscience, I was dismayed to hear of Prof. Logothetis being forced to abandon his vital work involving primates. Harassment and misinformation are unacceptable debating tools and yet they are used all too often by animal rights activists, who frequently monopolise the debate by scaring away any opposition. There is only so much of this abhorrent treatment that an individual scientist can take, but Pro-Test Deutschland will form a platform from which researchers may stand together and speak freely without fear of being targeted. I have every confidence Pro-Test DE will be successful in this endeavour and that the debate over animal research in Germany will be much less one-sided in the future.”